Ginnheimer Kurve – Neue Wege zum Riedberg

Fragen im Bereich Bockenheim und Westend

Im Verlauf der Planungen für die Ginnheimer Kurve und bei unseren Gesprächen mit Freunden und Kommunalpolitikern kamen immer wieder Fragen auf, die wir im weiteren Verlauf des Projektes überdacht und beantwortet haben. Eine Auswahl finden Sie auf dieser Seite. Wenn Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie uns.


Fragen


Antworten

  • Haben die Gleise östlich der Bundesbank einen ausreichenden Abstand zu den Wohngebäuden Joachim-Becher-Straße 5 bis 19?
    Der Abstand ist ausreichend. Das Haus Nr. 19 ist kein Wohngebäude, im Bereich der Nr. 15 ist ausreichend Platz vorhanden und bei Hausnummer 13 verschwindet die Trasse im Tunnel. Die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen sind problemlos möglich.


  • Muss die Miquelallee zum Bau der Unterfahrung gesperrt werden?
    Im Prinzip nicht, weil die Baustelle abgedeckt und überfahren werden kann. kurzzeitige Beeinträchtigungen sind dennoch nicht auszuschließen. Allerdings ist die Straße an dieser Stelle noch 60 Meter breit und verengt sich kurz dahinter auf 40 Meter. Eine etwas frühere Verengung ist zeitweise sicher zu verschmerzen.


  • Steht die Ginnheimer Kurve in Konflikt zu dem geplanten Alleentunnel?
    „Jain“. Der Autobahntunnel ist zwar seit 1980 planfestgestellt, es gibt aber wegen eines schwebenden und seit über 20 Jahren ruhenden Rechtsstreits noch kein Baurecht. Ob und ggf. wann der Alleentunnel gebaut wird, ist zur Zeit völlig offen. Die Pläne sehen den Autobahntunnel an dieser Stelle in der gleichen Tiefe vor wie der vorgeschlagene Tunnel der Ginnheimer Kurve. Jedoch gibt es unserer Ansicht nach mehrere Varianten, in denen sich die Tunnel konfliktfrei kreuzen können:
    • In seiner bis jetzt projektierten Lage könnte der Alleentunnel unterquert werden. Dies hätte zur Folge, dass der U-Bahn-Tunnel etwas länger und teurer als sonst erforderlich werden würde.
    • Der Alleentunnel könnte überquert werden. Hierfür muss die Möglichkeit einer Anhebung der U-Bahn-Strecke eingeplant werden.
    • Die Lage des Alleentunnels könnte im Rahmen eines Planänderungsverfahren an die Lage des U-Bahn-Tunnels angepasst werden. Die Planung des Alleentunnels müsste im Fall seines Baus ohnehin an die aktuell geltenden Umwelt- und Sicherheitsvorschriften und den Stand der Technik angepasst werden, die sich in den vergangenen 30 Jahren stark verändert haben.
    Der Alleentunnel steht deshalb nicht in einem unüberwindbaren Konflikt zur Ginnheimer Kurve; das heißt, ein Projekt würde das andere nicht ausschließen.

    Update März 2014: Nach der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen hat im März 2014 auch der Bund beschlossen, das Projekt Alleentunnel nicht mehr weiter zu verfolgen. Das Projekt wird aus dem Verkehrswegeplan gestrichen und eine Aufhebung der Planfeststellung eingeleitet. Damit ist die oberflächennähere Kreuzung der Miquelallee und damit vermutlich ein günstigerer Bau an dieser Stelle möglich.


  • Warum liegt die Station „Grüneburgpark“ am Rand des Uni-Campus Westend? Sie könnte doch zentral liegen!
    Nein. Dann müssten Gebäude des Campus unterquert werden, was nur in sehr großer Tiefenlage möglich ist und die Kosten massiv steigert. Die Station wäre trotz ihrer Randlage sehr gut von allen Universitätsgebäuden erreichbar, da sie nicht durch Straßenkreuzungen mit langen Wartezeiten an Ampeln vom Campus getrennt wird. Außerdem würde die Trasse im weiteren Verlauf zu nah an der A-Strecke verlaufen.


  • Wird der Grüneburgpark jahrelang aufgegraben?
    Nein. Die Unterfahrung des Grüneburgparks kann nach den Erfahrungen beim Bau der C-Strecke unterhalb des Zoos vollständig in bergmännischer Bauweise erfolgen und wird daher bis auf eventuelle Versorgungszugänge ohne im Park sichtbare Baugruben auskommen.


  • Reicht die Überdeckung (Tiefe des Tunnels) im Grüneburgpark für einen bergmännischen Tunnel?
    Ja. Glücklicherweise liegt der Grüneburgpark an seiner nordöstlichen Ecke etwa vier Meter über dem Straßenniveau der Miquelallee, so dass man nach Unterquerung der Miquelallee in einfacher Tieflage ganz automatisch sehr schnell an Tiefe gewinnen würde, um 50 bis 100 Meter nach der Station bereits den Beginn eines bergmännischen Tunnels zu ermöglichen.


  • Ist nicht die S-förmige Tunnelführung unter dem Grüneburgpark ein Umweg, den man durch einen geradlinigen Tunnel deutlich verkürzen könnte?
    Nein. Bedingt durch die bestehende Wendeanlage unter der Zeppelinallee ergibt sich ein Zwangspunkt, von dem aus eine Tunnelverlängerung nur möglich ist. Der vorgeschlagene Tunnel unter dem Grüneburgpark ist so angelegt, dass er mit maximaler Geschwindigkeit befahren werden kann. Ein kürzerer Tunnel wäre zwar etwas günstiger zu bauen, hätte jedoch engere Kurvenradien und dadurch deutlich längere Fahrzeiten zur Folge.


  • Wo endet der bestehende U-Bahn-Tunnel an der Bockenheimer Warte?
    Der Tunnel geht nach der Station noch rund 250 Meter weiter. Das Ende des bestehenden Tunnels befindet sich in Höhe des Türkischen Generalkonsulats in der Zeppelinallee und ist an einem Notausgang an der Oberfläche gut erkennbar:
Notausgang am Tunnelende in der Zeppelinallee
Notausgang am Tunnelende in der Zeppelinallee
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