Ginnheimer Kurve – Neue Wege zum Riedberg

Aus für den Alleentunnel

Alleentunnel macht Weg frei für die Ginnheimer Kurve

Der Verzicht auf den Autobahntunnel unter dem Alleenring vereinfacht den Lückenschluss im Stadtbahnnetz zwischen Bockenheim und Ginnheim.

12.03.2014 – Nachdem sich die Stadt Frankfurt und das Land Hessen im vergangenen Jahr gegen den Alleentunnel ausgesprochen haben, stimmt nun auch der Bund zu die Planung für das Projekt einzustellen und nicht mehr weiterzuverfolgen. Die Initiative „Rettet die U5“ begrüßt diese Entscheidung. Die eingesparten Kosten können in andere Verkehrsprojekte sinnvoller investiert werden. Darüber hinaus ermöglicht eine Aufhebung des Planfeststellungsbeschluss von 1980 aber auch viele andere Projekte einfacher und schneller auf den Weg zu bringen. So wird nicht nur die Realisierung des geplanten Wohngebiets zwischen Bornheim und Seckbach unter dem Arbeitstitel „Ernst-May-Viertel“ ermöglicht, sondern auch die Ginnheimer Kurve am anderen Ende der einstmals geplanten Autobahnverbindung vereinfacht.

Die Ginnheimer Kurve schließt die Lücke im Stadtbahnnetz zwischen Bockenheimer Warte und Ginnheim mit Anbindung des Uni-Campus Westend, der Bundesbank-Zentrale und der Siedlung Platenstraße. Dabei wird nach einer Unterfahrung des Palmengartens und Grüneburgparks der Alleenring östlich des Miquelknotens gequert. Der Alleentunnel war an dieser Stelle zwar kein Hindernis für die Ginnheimer Kurve, er hätte das Stadtbahnprojekt jedoch aufwändiger und teurer gemacht.

Mit dem Verzicht ist es nun möglich, dass die Stadtbahn die Miquelallee in einfacher Tieflage unterquert. Nördlich davon kommt sie in Höhe der Bundesbank direkt an die Oberfläche. Das verkürzt die Länge des U-Bahn-Tunnels. Die einzige unterirdische Haltestelle der Ginnheimer Kurve muss nicht in großer Tiefe liegen. Sie kann nach oben vollständig offen sein und daher auch als oberirdische Haltestelle betrachtet werden. Kurze Treppen oder Rampen verbinden die Bahnsteige mit dem Uni-Campus Westend und Grüneburgpark. Die offene Bauweise mit Tageslicht macht die Haltestelle für Fahrgäste nicht nur attraktiver und besser erreichbar, sondern reduziert auch die Kosten erheblich.

Station Grüneburgpark / Uni-Campus Westend
Station Grüneburgpark / Uni-Campus Westend

Die Ginnheimer Kurve wäre eine erhebliche Entlastung für die A-Strecke in der Eschersheimer Landstraße und bringt den Fahrgästen zahlreiche Vorteile. Der Uni-Campus Westend wäre vom Hauptbahnhof in nur 5 Minuten erreichbar, die Bundesbank in 7 Minuten, das Nordwestzentrum in 13 Minuten und der Riedberg in 19 Minuten. Die beiden Universitätsstandorte auf dem Riedberg und im Westend trennen 14 Minuten. Damit verkürzen sich die Fahrzeiten um bis zu 70 Prozent.

Die Ginnheimer Kurve ist das zweite Projekt der Initiative „Rettet die U5“, die bereits beim Erhalt der Stadtbahnlinie U5 in Erscheinung getreten ist. Der barrierefreie Umbau dieser Linie begann im Sommer 2013. Die Lösungsansätze der Initiative belebten die politische Debatte und waren Grundlage für die Planung der Haltestellen Musterschule und Glauburgstraße im Nordend. In diesen Tagen liegen die Pläne der beiden Haltestellen zur Einsichtnahme im Stadtplanungsamt aus.

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